Machinarium Review
Da es Spieltechnisch für Mac eher mau aussieht, habe ich gar nicht zu hoffen gewagt, dass mein lieblings-Genre, Point and Click Adventures, in irgendeiner Form groß vertreten wird. Adventures sind ja eh keine Massenware wie Ego-Shooter, die Zahl der Releases pro Jahr ist gering. Dennoch entdeckte ich über 3 Ecken Machinarium und besser kann ein Adventure kaum sein! Absolut reduziert auf das nötigste: 2D Grafik, KEINE Sprachausgabe (Es wird nicht gesprochen), wunderbarer Soundtrack und knifflige Rätsel. Warum nicht gleich so? Warum 3D Adventure Schrott wie die neusten Monkey Island Teile oder Baphomets Fluch? Wieso nicht bei der schönen Comic-Grafik bleiben? Nicht kommerziell genug?
Machinarium macht ALLES richtig. Keine Vorgeschichte, offener Einstieg. Man ist ein kleiner Roboter auf einem Schrottplaneten, und man versucht sein Mädchen zu retten. Plump aber gut. Die Grafik ist in jeder Hinsicht der Wahnsinn. Grob gemalte, dreckige Bleistift-Skizzen, eingescannt, koloriert und auf mehrere Ebenen verteilt. Wieso nicht immer so? Wunderschön. Unglaublich guter Zeichenstil, unglaublich kreative Robotercharaktere. Die Stimmung wird durch minimale Musik unterstrichen, das ganze Spiel wirkt leicht bedrückend, was aber durch den Humor in einen wunderbar funktionierenden Kontrast gesetzt wird. Auf Sprachausgabe wird bewusst verzichtet, die Roboter sprechen halt nicht. Dafür gibt es für alles passende Sounds und Musik. Stimmt!
Nun gilt es ans Aufgaben erfüllen und an das zurück-Erinnern. Warum macht man das alles? Warum will man in die Stadt kommen? Und warum sind die 3 Polizei-Roboter so gemein zu allen Leuten? Das kommt mit dem Spielverlauf heraus, aber ich verrate nichts! Für eine Roboterband die Instrumente besorgen, einen alten Roboter im Rollstuhl Öl bringen oder einem Robotervater Baterien für einen Sohn organisieren. Kleinigkeiten führen zum Ziel.
Verantwortlich für das Game ist die tschechische Agentur Amanita Design, die wirklich fabelhaft arbeitet. Bin restlos begeistert. Für mich das beste Point and Click Adventure seit Monkey Island 3 (ausgenommen The longest Journey, das steht über allen!). Das Spiel gibt es auch für Windows!
Hier noch eine kleine in-Game Szene mit dem unglaublich geilen Song der Roboter-Band:
119 Film- und Serienmomente an der Wohnzimmerwand
Aufgrund unserer WG Planung haben mein Mitbewohner und ich unsere lieblings Filme und Serien aufgeschrieben und Szenenbilder gesucht. Herausgekommen sind diese 119 Screens, die ab nächster Woche unser Wohnzimmer zieren werden.
Von ein Paar Sachen sind mehrere Bilder vorhanden, ich glaube insgesamt kommen wir aber auf über 100 verschiedene Ausstrahlungen. Dateinamen sind natürlich extra geändert, viel Spaß beim raten! ;)
Wenn ihr die Idee klauen wollt, kann ich auf Anfrage die ganzen Screens in Hoher Auflösung hochladen.
Zukunft in Kurzform
Studienplatz Kommunikationsdesign FH-Düsseldorf ab September. Wohnung in Düsseldorf ab dem 15. September. Große Aufregung.
Bochum, graue Stadt.
27.08.2010, Bochum NRW.
Spontan losgezogen mit Alias, 3 Stunden durch die Stadt gelaufen und geknippst. Wetter war sehr trist, die Stadt war leer. Graue Stimmung. Man muss schon Mumm haben um einfach fremde Leute zu fotografieren, hab es mir leichter vorgestellt. Spätestens wenn sie es merken und der Blickkontakt herrscht, wird es unangenehm. Beschwert hat sich übrigens keiner. :)
PS: Auf dem Blog von Alias sind seine Bilder! Klick mich!
Materia – Zum Glück in die Zukunft Review
Endlich mal wieder ein gutes deutsches Hip-Hop Album! Ja ihr habt richtig gehört, es ist Hip-Hop auf DEUTSCH und es ist GUT! Wenn nicht sogar Fabelhaft. Ein Traum. Es werden keine Mütter gefickt, keine Freundinnen als Huren bezeichnet und nicht erzählt, wie geil man selbst ist. Wenn das der neue Kommerzielle Hip-Hop ist, dann soll er bitte endlich kommen. Ich kann mir den anderen Scheiß einfach nicht meht geben, es ist zu lächerlich! Das aber nur am Rande den wir wollen ja über Materia sprechen.
Materia, so nennt er sich, wenn er “solo” unterwegs ist. “Solo”, weil sein anderes Projekt Marsimoto eigentlich auch nur er alleine ist, doch er mit 2 Stimmen rappt, die sich auch ziemlich unterscheiden – allein charakterlich. Schizzo-Rap? Keine Ahnung, hat mir auch nie so richtig gefallen.
Nun gut jetzt also Solo. Markante tiefe Stimme, einfacher Flow, sehr gute Texte. Perfekte Mischung. Keine 30.000 unsinnigen Doppel-Spuren sondern einfach die nackte Wahrheit, keine riesige Effekthascherei, wenn Effekte, dann dezent eingesetzt. Ab und an ein Autotune, doch so leicht, dass es nicht stört und sich in den Song einreiht. Beats sehr sauber produziert und von Elektrobomben bis zu mega-Oldschool Sachen alles dabei, gute Variationen. Featuregäste: Peter Fox (!), Miss Platnum (!!!), Yasha, Jan Delay und Casper. Casper ist übrigens seit dem Wahnsinns-Album “Hin zur Sonne” durchgehend schlechter geworden. Der Wechsel zu Selfmade Records war ein Fehltritt. Naja ich lass mich vom neuen Album überzeugen, ich erwarte aber nichts. Er macht einfach die falschen Songs zur Zeit.
Wahnsinnig guter Song mit Yasha, oben das Video dazu. Unglaublich guter Refrain, unglaublich gute Arbeit. Der Song “Veronal” mit Miss Platnum ist leider der schwächste auf dem Album, Schade!
Zwischen dumpfen Basedrums, tiefer Stimme und Selbstironie lässt sich eine neue Tendenz im Hip-Hop erkennen, die mir mehr als gefällt. Albumtitel: Zum Glück in die Zukunft. Ich hoffe, dass Hip-Hop dieses Glück haben wird. Meilenstein.
DaxBauBlog Songtipps #1
Gute Musikgeheimtipps soll man nicht teilen sagt man, Musik ist persönlich und man will auch nicht, dass jeder diese einen Songs hört. Man will nicht, dass “sein Lied” auf jedem MP3 Player ist, man will es nicht teilen. Man hasst es auch grundsätzlich wenn besagte verhasste Ex-Freundin den gleichen Musikgeschmack hat. Man gönnt es ihr nicht, genauso wenig gönnt man es fremden Leuten oder Leuten, die man eh nicht mag. Egoismus? Beschützerinstinkt? Keine Ahnung! Heute durchbreche ich mal meine heilige Schutzmauer und teile ein paar coole Songs mit euch, viel Spaß!
Two Door Cinema Club – Something Good Can Work (The Twelves Remix)
Wunderbarer Song, ein wenig Funk, ein wenig sehr viel Spaß plus ein wenig Ohrwurm. Sommer.
Jamie T – Sticks ‘N’ Stones
Uhu Jamie T, seit mehreren Jahren einer meiner Lieblingskünstler, das war die erste Single vom ersten Studioalbum Kings & Queens, unglaublich guter Song, unglaublich guter Refrain. Britischer Rap Indie Pop oder so.
Miike Snow – Cult Logic
Schöner, leichter Elektropop aus Schweden, sehr gutes Album, sehr guter Song. Wieder Ohrwurmfaktor.
The Divine Comedy – At The Indie Disco
Schöner alternative Rock Pop aus Irland. Einer der Songs, bei dem ich schon nach 2 Sekunden wusste, dass ich ihn liebe.
The Gaslight Anthem – American Slang
Mal wieder eine gute Rock / Punk Band! Konsequentes Album, sowas hab ich lange vermisst. Trauriges Thema wunderschön verpackt.
Zoot Woman – Living In A Magazine
Elektropop aus England, wirklich SEHR gut!
Man merkt, dass Amerika musikalisch zur Zeit echt wenig zu bieten hat, da kommt echt, bis auf minimale Ausnahmen wie Gaslight Anthem, nur noch Rotz. Mit schlechten Elektro/Techno Beats vollgepackte Autotune-Scheiße. Große Enttäuschung. Generation Future-Trance.































